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STRECKENPLAN · KONTO

Geschäftskonto: Kosten, Anbieter und Eröffnung

Ein Konto ist dann passend, wenn Preis, Zahlungsalltag und Rechtsform zusammenfinden. Dieser Streckenplan zeigt belegte Angaben und offene Fragen.

Schlichter Schreibtisch mit unbeschrifteter Karte und dunklem Smartphone

Auf einen Blick

  • Vergleichen Sie Grundpreis und variable Entgelte getrennt.
  • Deutsche IBAN ist nur bei ausdrücklich bestätigten Angeboten markiert.
  • Nur Kontist bestätigt in den gelesenen Quellen ein Angebot ohne SCHUFA-Prüfung.
  • Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen.

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Kurz gesagt

Ein Geschäftskonto ist vor allem ein Arbeitsmittel: Es trennt betriebliche Zahlungen, macht Kontobewegungen nachvollziehbar und sollte zu Ihrer Rechtsform und Ihrem tatsächlichen Zahlungsalltag passen. Der niedrigste Grundpreis allein entscheidet wenig. Prüfen Sie Transaktionsentgelte, Karten, Bargeld, Zugang für weitere Personen und die ausdrücklich bestätigten Eigenschaften eines Angebots. Unser Wegweiser lässt unbekannte Angaben offen, statt aus dem Namen einer Bank etwas abzuleiten.

Stellen Sie sich Ihren ersten normalen Arbeitstag vor. Eine Kundin zahlt, eine laufende Ausgabe wird abgebucht, später möchten Sie einen Vorgang wiederfinden. Genau dabei soll das Konto helfen. Die Frage „Welches ist das beste Geschäftskonto?“ lässt sich deshalb nicht mit einem einzigen Tarif beantworten. Eine Person, die gelegentlich Überweisungen empfängt, schaut auf andere Dinge als ein kleiner Betrieb mit vielen Buchungen und Bargeld. Entscheidend ist die Passung zwischen Tarif und Arbeitsweise.

Dieser Streckenplan hilft Ihnen, Angebote nüchtern zu vergleichen. Die Angaben zu einzelnen Anbietern stammen aus deren am Standdatum gelesenen Preis- und Leistungsseiten. Wir haben keine Konten eröffnet und keine Funktionen selbst getestet. Wo eine Seite eine Eigenschaft nicht bestätigt, steht „unbekannt“. Das betrifft gerade Fragen, zu denen im Netz viele pauschale Behauptungen stehen: eine deutsche IBAN, eine Prüfung durch die SCHUFA oder die Eignung für eine bestimmte Gesellschaftsform.

Welche Aufgabe soll Ihr Geschäftskonto im Alltag lösen?

Beginnen Sie nicht mit der Anbieterliste, sondern mit Ihrem Zahlungsweg. Geht es hauptsächlich um eingehende Überweisungen, wiederkehrende Lastschriften, Kartenzahlungen oder auch um Bargeldeinzahlungen? Müssen Sie allein zugreifen oder später Aufgaben an weitere Personen verteilen? Arbeiten Sie unter eigenem Namen oder gründen Sie eine Gesellschaft? Notieren Sie diese Punkte, bevor Sie Tarife öffnen. So können Sie ein Angebot sofort aussortieren, wenn eine zwingende Funktion fehlt oder schlicht nicht belegt ist.

Ein kostenloser Einstiegstarif kann gut passen, wenn wenige Vorgänge anfallen. Er kann auch unbequem werden, sobald jede Bewegung einzeln berechnet wird oder eine benötigte Karte nur gegen Aufpreis verfügbar ist. Schätzen Sie deshalb Ihren normalen Monat, nicht einen besonders ruhigen oder besonders vollen. Ein handschriftlicher Überblick über Zahlungseingänge, Ausgaben und Kartenbedarf reicht. Sie brauchen dafür kein ausgefeiltes Rechenmodell. Wichtig ist nur, dass Sie Grundpreis und variable Kosten getrennt betrachten.

Der Kontozugang ist ebenso praktisch wie der Preis. Wenn Sie Belege oder Kontobewegungen mit einer anderen Person abstimmen, suchen Sie nach klar beschriebenen Zugriffsrechten und exportierbaren Daten. Fehlt diese Information auf der gelesenen Seite, fragen Sie vor der Eröffnung beim Anbieter nach. Eine Funktionsliste auf einer allgemeinen Startseite sagt nicht automatisch, was in Ihrem konkreten Tarif enthalten ist. Gerade bei einem späteren Tarifwechsel können sich Kontingente und zusätzliche Gebühren verändern.

Was bedeutet „kostenlos“ bei einem Geschäftskonto?

„Ohne monatlichen Grundpreis“ ist eine präzise, aber enge Aussage. Sie betrifft die feste Kontoführungsgebühr. Überweisungen, Lastschriften, Karten, Bargeld und Zusatzleistungen können trotzdem Kosten verursachen. Bei Holvi Flex nennt die gelesene Preisseite zum Beispiel ein Entgelt pro SEPA-Vorgang: 0,25 €. Holvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Der ING Tarif S kombiniert einen Grundpreis ohne Monatsgebühr mit 0,30 € je Transaktion. ING: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Solche Unterschiede gehören in denselben Vergleich wie die Monatsgebühr.

Lesen Sie das Wort „inklusive“ sorgfältig. Ein Anbieter kann eine Zahl freier Vorgänge nennen, ein anderer einen Betrag als monatliches Überweisungsvolumen. Diese Angaben sind nicht austauschbar. Wer viele kleine Zahlungen tätigt, beurteilt ein Volumenlimit anders als jemand mit wenigen großen Zahlungen. Auch „virtuelle Karte enthalten“ und „physische Karte enthalten“ beschreiben verschiedene Leistungen. Wenn Sie eine Karte vor Ort verwenden wollen, prüfen Sie genau, welche Karte im gewählten Tarif ohne weitere Gebühr bereitsteht.

Ein niedriger Grundpreis ist außerdem kein Versprechen für die Dauer. Preislisten, Aktionen und Zahlungsintervalle ändern sich. Die hier angezeigten Preise sind Momentaufnahmen der Anbieterangaben. „Stand“ bezeichnet den Tag, an dem die betreffende Seite gelesen wurde. Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen. Für eine Entscheidung öffnen Sie immer noch einmal die Originalseite und achten auf die Auswahl zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung sowie auf den angegebenen Umsatzsteuerstatus.

Was kosten die Einstiegstarife laut Anbieterseiten?

Die folgende Tabelle stellt die belegten monatlichen Grundpreise der Einstiegstarife nebeneinander. Sie ist kein Leistungstest und keine Rangliste. Ein Tarif ohne Grundpreis steht oben, auch wenn einzelne Vorgänge kostenpflichtig sind. Die Spalte zur Umsatzsteuer bleibt „unbekannt“, wenn die gelesene Seite dazu nichts sagte. Bei Qonto beziehen sich die sichtbaren Preise auf jährliche Zahlung; bei anderen Anbietern können Aktionen oder Bindungen den tatsächlich angebotenen Betrag verändern.

Ausgewählte Tarife mit bestätigtem Monatsgrundpreis, laut Anbieterseiten
AnbieterTarifGrundpreisUmsatzsteuerZahlungsweiseQuelle
QontoStarter0 €zzgl. USt.jährliche ZahlungQonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
FinomSolo0 €zzgl. USt.unbekanntFinom: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
KontistKontist Free0 €unbekanntunbekanntKontist: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
HolviHolvi Flex0 €zzgl. USt.monatlich kündbarHolvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
N26 BusinessBusiness Standard0 €unbekanntunbekanntN26 Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
Revolut BusinessBasic10 €unbekanntunbekanntRevolut Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
CommerzbankKlassikGeschäftskonto15,90 €unbekanntunbekanntCommerzbank: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
DKB-BusinessDKB-Business15 €unbekanntunbekanntDKB-Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
ING GeschäftskontoTarif S0 €unbekanntunbekanntING Geschäftskonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
FYRSTFYRST BASE0 €unbekanntunbekanntFYRST: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
Berliner SparkasseFirmenKonto komfort19,95 €unbekanntunbekanntBerliner Sparkasse: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026

Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen.

Nutzen Sie die Tabelle als Einstieg in die Recherche. Klicken Sie die Quelle des interessanten Tarifs an und kontrollieren Sie die Bedingungen für Ihre Rechtsform. Fragen Sie auch nach Leistungen, die nicht auf der Preisübersicht standen. Wir füllen Lücken nicht mit Erfahrungsberichten aus zweiter Hand. Das ist manchmal weniger bequem als eine lange Vergleichsliste mit lauter Häkchen, schützt Sie aber vor einer Entscheidung auf Basis bloßer Annahmen.

Wenn Sie den Vergleich nach Ihren eigenen Anforderungen eingrenzen möchten, öffnen Sie den Geschäftskonto-Wegweiser. Er zeigt bestätigte Treffer und daneben die Anbieter, bei denen eine gewünschte Eigenschaft unbekannt ist. Ein unbekannter Wert ist weder ein Ja noch ein Nein. Fragen Sie in diesem Fall direkt nach, bevor Sie ein Konto als passend einplanen.

Zwei vollständig unbeschriftete Karten neben dunklem Smartphone und Salbeiordner
Zwei neutrale Karten auf einem Schreibtisch, ohne Anbieterbezug.

Deutsche IBAN und SCHUFA: Was ist tatsächlich bestätigt?

Eine deutsche IBAN ist nur dann als solche im Wegweiser markiert, wenn die gelesene Anbieterseite sie ausdrücklich erwähnt. Das ist bei Qonto, Kontist und Holvi der Fall. Qonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Kontist: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Holvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Bei den übrigen betrachteten Angeboten lautet die Angabe „unbekannt“. Daraus folgt keine Aussage darüber, welche IBAN Sie nach einer Eröffnung tatsächlich erhalten würden. Es beschreibt ausschließlich den Stand unserer belegten Daten.

Dasselbe gilt für die SCHUFA-Frage. Kontist bezeichnet sein Angebot auf der gelesenen Seite ausdrücklich als Konto ohne SCHUFA. Kontist: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Bei den anderen Anbietern haben wir auf den ausgewerteten Seiten keine belastbare Bestätigung für „ohne SCHUFA“ gefunden. Eine allgemeine Aussage über deren Prüfverfahren wäre deshalb unredlich. Wenn dieser Punkt für Sie entscheidend ist, holen Sie eine klare Antwort beim Anbieter ein und bewahren Sie die entsprechende Tarifinformation auf.

Ein Filter mit nur bestätigten Eigenschaften kann bewusst wenige Treffer liefern. Das ist kein Urteil über die übrigen Anbieter. Vielleicht steht eine Eigenschaft an anderer Stelle der Website oder wird erst während der Antragstrecke erläutert. Für diesen Streckenplan zählt jedoch nur, was in den dokumentierten Quellen wirklich nachlesbar war. So behalten Sie im Blick, welche Frage noch offen ist, statt eine ungesicherte Empfehlung als Gewissheit zu übernehmen.

Welche Rolle spielt die Rechtsform bei der Kontowahl?

Einzelunternehmen, freie Tätigkeit und eine Kapitalgesellschaft stellen unterschiedliche praktische Anforderungen. Prüfen Sie zunächst, unter welchem Namen Sie handeln und wer über das Konto verfügen soll. Ein Einzelunternehmer arbeitet häufig allein und benötigt eine übersichtliche Trennung der betrieblichen Zahlungen. Bei einer GmbH oder UG kommen die Gründung und die künftige Vertretung der Gesellschaft hinzu. Ein Tarif, der „für Selbstständige“ wirbt, bestätigt damit noch nicht automatisch die Annahme einer Gesellschaft in Gründung.

Für die GmbH nennt das Gesetz ein Mindeststammkapital von 25.000 €. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Für die UG nennt es ein Mindeststammkapital von 1 €. § 5a GmbHG · Stand: 04.10.2026 Diese rechtlichen Werte sind keine Kontopreise. Sie erklären aber, weshalb Gründerinnen und Gründer einer Gesellschaft früh klären sollten, wie der Anbieter mit einer Gesellschaft vor der Registereintragung umgeht und welche Unterlagen er für die Kapitalzahlung verlangt. Verlassen Sie sich dabei auf die aktuelle Auskunft des Anbieters und die Hinweise des Notars.

Unsere Anbieterübersicht markiert die Eignung für GmbH oder UG nur dort als bestätigt, wo die gelesene Seite die Form ausdrücklich anspricht. Dasselbe Prinzip gilt für Freiberufler. Wo lediglich allgemein von „Unternehmen“ die Rede ist, bleibt die Zuordnung offen. Sie können die offene Frage als Gesprächsnotiz nutzen: „Nehmen Sie meine Rechtsform und meinen Gründungsstatus in diesem Tarif an?“ Die Antwort ist für Ihre Entscheidung wichtiger als eine hübsche Startseite.

Wie läuft die Eröffnung praktisch ab?

Bereiten Sie zunächst die Angaben vor, die Ihre Tätigkeit und Rechtsform beschreiben. Halten Sie Ihre Kontaktdaten, die Bezeichnung des Vorhabens und vorhandene Unterlagen bereit. Welche Nachweise im Einzelnen benötigt werden, hängt vom Anbieter und vom Status Ihres Unternehmens ab. Dieser Streckenplan enthält dafür keine allgemeingültige Liste, weil die dokumentierten Preisübersichten keine einheitliche Eröffnungsstrecke beschreiben. Schauen Sie in die aktuelle Anleitung des gewählten Anbieters, bevor Sie Zeit für einen Antrag einplanen.

Dann vergleichen Sie das Angebot in seiner konkreten Konfiguration: Tarif, Zahlungsintervall, Karten und zusätzliche Vorgänge. Öffnen Sie die vollständige Preisliste und prüfen Sie, ob eine Aktion automatisch endet oder eine Bindung voraussetzt. Notieren Sie die Bedingungen, auf die Sie sich verlassen wollen. Falls ein wichtiger Punkt nur mündlich geklärt wird, bitten Sie um einen schriftlichen Hinweis oder suchen Sie die entsprechende Stelle in den Vertragsunterlagen.

Nach der Eröffnung beginnt die eigentliche Arbeit mit dem Konto. Trennen Sie private und betriebliche Bewegungen in Ihrem eigenen Ablauf, dokumentieren Sie die Bedeutung der Zahlungen und kontrollieren Sie regelmäßig, ob der gewählte Tarif noch zu Ihrem tatsächlichen Nutzungsumfang passt. Ein Konto, das am Anfang gut passte, kann mit mehr Vorgängen oder weiteren beteiligten Personen unpraktisch werden. Ein späterer Wechsel ist leichter, wenn Sie von Beginn an wissen, welche wiederkehrenden Zahlungen und Zugriffe Sie eingerichtet haben.

Wie sollten Sie Bargeld und Karten bewerten?

„Bargeld“ ist kein einziges Merkmal. Fragen Sie getrennt nach Abheben und Einzahlen. Eine Debitkarte kann Abhebungen ermöglichen, ohne dass Bareinnahmen bequem auf das Konto gelangen. Umgekehrt kann ein Anbieter Einzahlungen über einen Partner oder ein Filialnetz anbieten, aber dafür Bedingungen und Gebühren vorsehen. Unser Filter fragt ausdrücklich nach Bargeldeinzahlung. Er nutzt nur die Quellen, die diese Eigenschaft bestätigen. Fehlt die Bestätigung, erscheint „unbekannt“.

Wenn Sie regelmäßig vor Ort Zahlungen entgegennehmen, ist die Möglichkeit zur Einzahlung wichtiger als ein dekoratives Kartensymbol in der Tarifübersicht. Prüfen Sie Weg, Öffnungszeiten und Gebühren in den aktuellen Unterlagen des Anbieters. Die gelesenen Seiten unterscheiden sich stark in der Detailtiefe. Manche beschreiben nur Abhebungen. Wir übertragen diese Aussage nicht auf Einzahlungen. Eine fehlende Angabe ist ein Anlass zum Nachfragen, keine versteckte negative Bewertung.

Auch bei Karten lohnt sich ein Blick auf die tatsächliche Nutzung. Eine virtuelle Karte kann für Online-Zahlungen genügen. Für Einkäufe vor Ort kann eine physische Karte praktischer sein. Fragen Sie, ob diese im Einstiegstarif enthalten ist, ob weitere Karten möglich sind und wer sie nutzen darf. Prüfen Sie die dazugehörigen Entgelte zusammen mit dem Grundpreis. So vermeiden Sie einen Vergleich, bei dem ein Tarif nur auf dem Papier kostenlos wirkt.

Wie vergleichen Sie Angebote ohne Scheingenauigkeit?

Ein brauchbarer Vergleich hat wenige, aber klare Spalten. Schreiben Sie Ihren zwingenden Bedarf auf, daneben die bestätigte Eigenschaft, die Quelle und das Datum. Was nicht bestätigt ist, bleibt offen. Erst danach betrachten Sie den Grundpreis und die laufenden Einzelentgelte. Eine Rangfolge allein nach Monatsgebühr würde die unterschiedlichen Kontingente und Nutzungsweisen verdecken.

Arbeiten Sie mit konkreten Fragen statt mit einem pauschalen „gut“ oder „schlecht“. Kann Ihre Rechtsform eröffnet werden? Ist die für Sie wichtige Kartenart enthalten? Wie werden die häufigsten Zahlungsvorgänge berechnet? Ist Bargeldeinzahlung möglich? Gibt es eine belegte deutsche IBAN, wenn sie für Sie wichtig ist? Wie steht es mit der ausdrücklich beschriebenen SCHUFA-Prüfung? Sobald eine Antwort fehlt, notieren Sie „unbekannt“ und klären genau diesen Punkt.

Vermeiden Sie auch den umgekehrten Fehler: Aus einem fehlenden Häkchen in unserer Übersicht folgt nicht, dass ein Anbieter die Funktion grundsätzlich nicht hat. Wir bewerten ausschließlich die gelesene öffentliche Seite. Das macht den Vergleich begrenzt, aber nachvollziehbar. Vor dem Abschluss zählt die aktuell angebotene Leistung im gewählten Tarif. Nehmen Sie sich für diesen letzten Abgleich mehr Zeit als für das Sortieren einer Ergebnistabelle.

Was ändert sich, wenn weitere Personen mit dem Konto arbeiten?

Am Anfang führt oft eine Person alle Zahlungen aus. Später können eine zweite Gründerin, ein Mitarbeiter oder eine externe Buchhaltung Einblick benötigen. Fragen Sie nicht nur, ob „Teamfunktionen“ irgendwo auf der Website stehen. Entscheidend ist, welche Rechte der konkrete Tarif vorsieht und ob Sie Zugriffe später wieder entziehen können. Wer Zahlungen nur ansehen soll, benötigt nicht automatisch dieselbe Befugnis wie jemand, der sie freigibt. Die öffentlichen Preisübersichten beschreiben diese Details unterschiedlich; unbekannte Rechte bleiben deshalb eine Frage an den Anbieter.

Stellen Sie sich einen gewöhnlichen Ablauf vor: Eine Person prüft die Kontobewegung, eine andere ordnet einen Beleg zu, und eine dritte bestätigt eine Zahlung. Wenn Ihr Betrieb so arbeiten soll, benötigen Sie einen nachvollziehbaren Prozess. Fragen Sie nach getrennten Zugängen, Freigaben und Exporten für die Zusammenarbeit. Prüfen Sie auch, ob zusätzliche Nutzerinnen oder Nutzer im Einstiegstarif enthalten sind oder einen anderen Tarif auslösen. Eine allgemeine Aussage wie „für Teams geeignet“ ist ohne diese Angaben wenig wert.

Behalten Sie die Verantwortung für den Kontozugang im Blick. Ein gemeinsam genutztes Passwort ist keine gute Arbeitsorganisation. Legen Sie fest, wer Zugang anlegt, wer Änderungen dokumentiert und wer bei einem Ausscheiden einer Person die Berechtigungen überprüft. Diese Fragen entstehen auch in sehr kleinen Betrieben. Ein Konto, dessen Oberfläche angenehm wirkt, kann unpraktisch sein, wenn Rechte nicht zu Ihrem tatsächlichen Arbeitsablauf passen. Testen Sie solche Punkte im zulässigen Rahmen erst, wenn der Anbieter sie für Ihren Tarif bestätigt hat.

Wie erkennen Sie, wann ein Tarifwechsel sinnvoll wird?

Ein Konto muss nicht für alle Entwicklungsphasen gleich gut sein. Sobald mehr Vorgänge anfallen, kann ein Tarif mit höherem Grundpreis und größerem Freikontingent günstiger werden. Auch eine neue Kartenanforderung oder eine weitere zugriffsberechtigte Person verändert den Vergleich. Schauen Sie deshalb regelmäßig auf die tatsächlich berechneten Entgelte und nicht allein auf die Überschrift des Tarifs. Die Originalbelege und die aktuelle Preisliste sind dafür die verlässlichsten Unterlagen.

Notieren Sie bei der Eröffnung, warum Sie den Tarif gewählt haben. Vielleicht waren damals wenige Vorgänge, kein Bargeld und ein einzelner Zugang vorgesehen. Wenn sich diese Annahmen ändern, haben Sie einen klaren Anlass für einen neuen Vergleich. Der Wegweiser zeigt öffentliche Angaben mit einem festgehaltenen Stand, aber er kennt Ihre späteren Bewegungen nicht. Aktualisieren Sie Ihren eigenen Bedarf und fragen Sie den Anbieter nach aktuellen Konditionen. Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen.

Ein Wechsel des Tarifs ist weniger aufwendig als ein Wechsel des gesamten Kontos, wenn er die fehlenden Funktionen tatsächlich löst. Prüfen Sie dennoch, ob ein höherer Tarif neue Bindungen oder andere Gebühren mitbringt. Lassen Sie sich nicht allein von einem Aktionspreis leiten. Fragen Sie, welche Konditionen nach dem Ende einer Aktion gelten und ob Funktionen, die Sie bereits nutzen, erhalten bleiben. Fehlt die Antwort in der Quelle, bleibt sie unbekannt, bis Sie sie konkret geklärt haben.

Wenn Sie das Konto selbst wechseln, denken Sie an wiederkehrende Zahlungen und an Menschen, die Ihre Bankverbindung verwenden. Erstellen Sie eine Liste aus Ihren eigenen Unterlagen, statt sich auf Erinnerung zu verlassen. Informieren Sie betroffene Stellen erst, wenn die neue Verbindung verlässlich nutzbar ist, und kontrollieren Sie eine Zeit lang beide Zahlungswege. Das ist allgemeine Arbeitsorganisation, keine Zusage über einen bestimmten Kontowechselservice. Sie entscheiden anhand Ihrer tatsächlichen Vorgänge, ob der Aufwand den Nutzen rechtfertigt.

Welche Fragen sollten Sie vor der Entscheidung stellen?

Das sollten Sie prüfen

  • Welche Kosten entstehen bei Ihrer üblichen Zahl von Überweisungen, Lastschriften und Karten?
  • Ist Ihre Rechtsform, auch während einer möglichen Gründung, ausdrücklich zugelassen?
  • Welche benötigten Eigenschaften sind belegt und welche müssen Sie direkt erfragen?
  • Wann enden Aktionen, und welcher Preis gilt danach bei Ihrer Zahlungsweise?

Wenn Sie heute noch keine zuverlässige Schätzung Ihres Zahlungsalltags haben, wählen Sie keine scheinbar präzise Prognose. Notieren Sie stattdessen die wichtigsten offenen Fragen und vergleichen Sie die Tarifbedingungen erneut, sobald erste echte Vorgänge vorliegen. Der Wegweiser ist dafür als Arbeitsblatt gedacht. Er ersetzt weder das Preisverzeichnis noch die individuelle Auskunft des Anbieters.

Das nächste sinnvolle Ziel ist nicht „das perfekte Konto“, sondern ein nachvollziehbarer Entscheid. Sie können erklären, warum ein Tarif zu Ihrer Rechtsform, Ihren Zahlungen und Ihrer Arbeitsweise passt. Sie kennen die Stellen, an denen Ihre Informationen noch unsicher sind. Und Sie wissen, wann Sie die Konditionen erneut prüfen müssen. Damit ist die Kontowahl ein überschaubarer Schritt auf Ihrer Gründungsstrecke.

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Häufige Fragen

Fragenrecherche: 05.10.2026. Antworten anhand der unten genannten Quellen.

Welches Geschäftsgirokonto ist am besten?
Ein allgemeiner Sieger wäre wenig hilfreich. Prüfen Sie, ob Ihre Rechtsform angenommen wird, welche Vorgänge Sie tatsächlich benötigen und welche Kosten bei Ihrer Zahlungsweise entstehen. Im Geschäftskonto-Wegweiser bleiben unbestätigte Eigenschaften ausdrücklich „unbekannt“; die Preisangaben sind datiert und müssen vor dem Abschluss beim Anbieter geprüft werden.
Wie viel kostet ein Business-Konto?
Das hängt vom Tarif, der Zahlungsweise und Ihrer Nutzung ab. Selbst ein Tarif ohne monatlichen Grundpreis kann einzelne Vorgänge berechnen. Holvi nennt beim Einstiegstarif ein separates SEPA-Entgelt. Holvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Die datierten Preisbeispiele stehen in der Tabelle auf dieser Seite. Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen.
Wann brauche ich ein Firmenkonto?
Trennen Sie betriebliche und private Vorgänge möglichst früh, damit Zahlungen nachvollziehbar bleiben. Ob ein bestimmter Kontotyp für Ihre konkrete Rechtsform und Ihren Gründungsstatus verlangt wird, klären Sie anhand der aktuellen Vorgaben des Anbieters und gegebenenfalls mit dem Notar. Die gelesenen Bankseiten belegen keine pauschale Regel für jede Gründung.
Welche Bank ist die beste für Kleinunternehmer?
Die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung bestimmt keinen Kontoanbieter. Entscheidend sind Ihre Rechtsform, die tatsächlich benötigten Funktionen und die belegten Preise. Für eine deutsche IBAN sind in den gelesenen Seiten Qonto, Kontist und Holvi ausdrücklich bestätigt. Qonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Kontist: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Holvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Für andere Angebote ist dieses Merkmal hier „unbekannt“.

Quellen und Stand

Stand der Quellenprüfung: 04.10.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Einzelfragen: Steuerberater oder Finanzamt.