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STATION · KONTO

Geschäftskonto kostenlos: Was „0 € im Monat“ wirklich umfasst

Ein Tarif ohne Monatsgebühr ist selten ein Konto ohne Kosten. So rechnen Sie nach, was für Ihre Zahlungen am Ende übrig bleibt.

Stand: 05.10.2026Autor: Mara LindnerLesezeit: 12 Min.

Taschenrechner, roter Kugelschreiber und leere Notizblöcke auf hellem Schreibtisch
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Kurz gesagt

Mehrere Anbieter nennen einen Einstiegstarif ohne monatlichen Grundpreis, darunter Qonto, Finom, Kontist, Holvi, N26, FYRST und der ING Tarif S. „Kostenlos“ meint dabei fast immer nur die feste Gebühr. Buchungen, Karten, Bargeld und der Wechsel in einen größeren Tarif kosten oft extra. Ob ein Konto für Sie günstig ist, entscheidet Ihr üblicher Monat, nicht die Überschrift der Preisseite. Dieser Artikel zeigt, wie Sie das in zehn Minuten selbst nachrechnen.

Wann ist ein Geschäftskonto kostenlos? Streng genommen nie, denn irgendjemand bezahlt die Infrastruktur. Praktisch lautet die Frage anders: Zahlen Sie für das, was Sie tatsächlich nutzen, oder für Reserven, die Sie nie brauchen? Ein Konto, das Sie nur ein paarmal im Monat anrühren, darf gern null Euro Grundpreis haben. Ein Konto, über das täglich zwanzig Zahlungen laufen, hat dann eben Kosten an anderer Stelle.

Wir gehen in vier Schritten vor: erst die Kostenarten, dann ein Rechenbeispiel, dann die Frage, wie lange ein Angebot gilt, und zum Schluss die Alternative des Privatkontos. Alle Preise stammen aus den am Stand-Datum gelesenen Seiten der Anbieter. Ob sich ein Tarif wirklich lohnt, zeigt erst Ihr eigener Zahlungsalltag, und Ihre Entscheidung bleibt Ihre.

Welche Kostenarten es bei einem Geschäftskonto gibt

Ein Konto verursacht Kosten an mindestens fünf Stellen. Wer nur die erste betrachtet, vergleicht Äpfel mit Hausnummern.

  1. Grundpreis: der monatliche Festbetrag. Er kann bei null liegen.
  2. Vorgänge: Überweisungen, Lastschriften, Buchungen. Manche Tarife enthalten ein Kontingent, andere berechnen jeden Vorgang.
  3. Karten: Eine virtuelle Karte genügt für Online-Zahlungen, eine physische braucht, wer im Laden bezahlt oder Bargeld abheben will.
  4. Bargeld: Abheben und Einzahlen werden getrennt bepreist, und Einzahlen ist oft teurer.
  5. Aufstieg: Wenn das Kontingent im Starter-Tarif nicht reicht, kostet der nächste Tarif mehr.

Die Gründerplattform weist darauf hin, dass für Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleinunternehmer gesetzlich kein Geschäftskonto vorgeschrieben ist. Gründerplattform: Geschäftskonto eröffnen · Stand: 05.10.2026 Das öffnet den Spielraum: Sie dürfen gewichten, welche dieser Kostenarten für Sie zählen.

Was die Einstiegstarife laut Anbieterseiten kosten

Die Tabelle zeigt den Grundpreis des jeweiligen Einstiegstarifs und, wo die gelesene Seite das sagt, die Umsatzsteuer und die Zahlungsweise. Sie ist ein Überblick, keine Rangliste: Ein Tarif ist nicht deshalb besser, weil er null Euro kostet.

Ausgewählte Tarife mit bestätigtem Monatsgrundpreis, laut Anbieterseiten
AnbieterTarifGrundpreisUmsatzsteuerZahlungsweiseQuelle
QontoStarter0 €zzgl. USt.jährliche ZahlungQonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
FinomSolo0 €zzgl. USt.unbekanntFinom: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
KontistKontist Free0 €unbekanntunbekanntKontist: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
HolviHolvi Flex0 €zzgl. USt.monatlich kündbarHolvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
N26 BusinessBusiness Standard0 €unbekanntunbekanntN26 Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
Revolut BusinessBasic10 €unbekanntunbekanntRevolut Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
CommerzbankKlassikGeschäftskonto15,90 €unbekanntunbekanntCommerzbank: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
DKB-BusinessDKB-Business15 €unbekanntunbekanntDKB-Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
ING GeschäftskontoTarif S0 €unbekanntunbekanntING Geschäftskonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
FYRSTFYRST BASE0 €unbekanntunbekanntFYRST: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
Berliner SparkasseFirmenKonto komfort19,95 €unbekanntunbekanntBerliner Sparkasse: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026

Preise ändern sich, bitte beim Anbieter prüfen.

Auffällig ist, dass bei mehreren Anbietern die Seite nicht verrät, ob der Preis netto oder brutto gemeint ist. Für Unternehmer macht das einen Unterschied. Bei Qonto, Finom, Kontist und Holvi steht ausdrücklich, dass die Preise zuzüglich Umsatzsteuer gelten, bei den übrigen Anbietern in den gelesenen Angaben nichts davon. Klären Sie das, wenn der Betrag für Ihre Kalkulation zählt.

Was in „0 €“ drinsteckt und was nicht

Hier die Einstiegstarife mit Grundpreis null, im Detail. Sie sehen, wie unterschiedlich ein und dieselbe Null aussieht. Die Spalte „Freie Vorgänge pro Monat“ nennt die gelesenen Angaben, wo sie vorliegen. Qonto: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026

Einstiegstarife ohne Grundpreis im Detail
AnbieterTarifFreie Vorgänge pro MonatJeder weitere VorgangKarte im Tarif
QontoStarter50,20 €Eine virtuelle Karte im Starter, keine physische Karte.
FinomSoloBegrenzt nach Volumen, nicht nach AnzahlunbekanntEine virtuelle Visa-Karte im Solo, keine physische Karte.
KontistKontist Free5unbekanntEine physische Visa-Business-Debitkarte im Free-Tarif.
HolviHolvi Flex00,25 €Eine virtuelle Mastercard im Flex-Tarif.
N26 BusinessBusiness StandardunbekanntunbekanntEine virtuelle Debitkarte im Business Standard, die physische Karte kostet 10 €.
FYRSTFYRST BASE500,19 €Eine Debit Mastercard (FYRST Card) im Tarif BASE.
INGTarif S00,30 €VISA Business Debitkarte, Kartenzahlungen zählen laut Seite nicht als Transaktion

Zwei Zeilen verdienen eine Erklärung. Bei Finom begrenzt der Tarif die kostenlosen SEPA-Überweisungen nicht nach Anzahl, sondern nach einem Volumen von 2.500 €. Wer wenige große Überweisungen macht, stößt schneller an die Grenze als jemand mit vielen kleinen. Beim ING Tarif S wird laut Seite jeden Monat rückwirkend der günstigste von drei Tarifen berechnet. Das ist praktisch, macht eine Vorab-Planung aber weniger greifbar.

Beispielrechnung: zwölf Buchungen oder sechzig?

Die folgende Rechnung ist fiktiv und zeigt nur, wie man vorgeht. Sie berücksichtigt ausschließlich Überweisungen und Lastschriften, keine Karten, kein Bargeld und keine Umsatzsteuer. Nicht alle Anbieter zählen gleich: Holvi spricht von SEPA-Vorgängen, ING von Transaktionen, FYRST von Buchungen ohne Beleg. Verstehen Sie die Zahlen als Größenordnung.

Beispiel (fiktiv): Jonas betreibt einen kleinen Reparaturservice für Fahrräder. In einem ruhigen Monat sind es zwölf Buchungen, in einem vollen sechzig. Wie schneidet er bei den Anbietern ab, die einen Preis je Vorgang nennen?

Fiktive Beispielrechnung: Kosten für Buchungen im Monat, ohne Karten und Bargeld
Anbieter und Tarif12 Buchungen60 BuchungenRechenweg
Qonto Starter1,40 €11,00 €5 frei, jeder weitere 0,20 €
Holvi Flex3,00 €15,00 €0,25 € je SEPA-Vorgang
ING Tarif S oder M3,60 €16,90 €Tarif S: 0,30 € je Transaktion; ab 50 Tarif M mit 4,90 € Grundpreis und 0,20 € je Transaktion
FYRST BASE0,00 €1,90 €50 frei, jeder weitere 0,19 €

Die Beispiele zeigen, wie stark sich die Reihenfolge verschiebt. Bei zwölf Buchungen liegen alle vier Konten unter vier Euro im Monat. Bei sechzig Buchungen ist ein Konto mit großem Freikontingent im Vorteil, und ein Tarif, bei dem jeder Vorgang einzeln berechnet wird, kostet deutlich mehr. Bei Qonto kommt eine zweite Stufe ins Spiel: Der Basic-Tarif kostet laut Seite 9 € im Monat und enthält mehr Überweisungen. Ab einer bestimmten Menge lohnt sich also der Aufstieg, eine Rechnung, die Sie für Ihre Zahlen selbst anstellen sollten.

Zwei Hinweise zur Rechnung. Kontist Free enthält fünf Vorgänge, wie viel jeder weitere kostet, steht auf der gelesenen Seite nicht. Und bei N26 und Finom fehlen vergleichbare Einzelpreise, weshalb sie in der Tabelle nicht stehen. Das ist kein Hinweis auf höhere oder niedrigere Kosten, sondern eine Informationslücke, die Sie beim Anbieter schließen sollten.

Karten und Bargeld: wo „kostenlos“ endet

Ein Konto, das Sie im Alltag nicht nutzen können, ist nicht billig, sondern unbrauchbar. Deshalb lohnt der Blick auf das, was um die Buchungen herum passiert.

  • N26 Business: Im Business Standard sind zwei Abhebungen pro Monat frei, die physische Karte kostet 10 €, Bareinzahlungen über Cash26 kosten 1,5 %.
  • Commerzbank: Abhebung und Einzahlung an Commerzbank-Automaten kosten je 2,50 €; zehn Buchungen ohne Beleg sind enthalten, danach 0,20 € je Buchung.
  • ING: Bareinzahlungen laufen über die Reisebank (9,50 € je angefangene 5.000 €, bis 25.000 €); Abhebungen mit der VISA Business Debitkarte zählen nicht als Transaktion.
  • Finom: Die Prime Card ist kostenpflichtig (14,99 €); internationale Zahlungen kosten 1 %.
  • Revolut Business: Abhebungen an Automaten sind im Kontingent des Tarifs enthalten, darüber fallen 2 % an.

N26 Business: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026 Daraus ergeben sich typische Profile. Wer nur Überweisungen empfängt und online zahlt, kommt mit einer virtuellen Karte und einem kleinen Tarif oft gut aus. Wer im Laden bezahlt oder Bareinnahmen hat, sollte Einzahlung und Karte genau durchrechnen. Wer regelmäßig Kleingeld einzahlt, weil er einen Marktstand betreibt oder Termine bar kassiert, zahlt bei manchen Banken für jede Einzahlung. Beispiel (fiktiv): Eine Friseurin nimmt monatlich rund 1.800 € bar ein und zahlt zweimal im Monat ein. Bei der ING nennt die Seite für Einzahlungen über die Reisebank 9,50 € je angefangene 5.000 €. Zwei Einzahlungen wären demnach 19 €, mehr als der Grundpreis manches Tarifs.

Wie lange bleibt ein Konto kostenlos?

Die Antwort hat zwei Teile. Erstens: Manche Tarife sind dauerhaft ohne Grundpreis, Qonto nennt den Starter „dauerhaft“ kostenlos, Holvi Flex ist monatlich kündbar. Zweitens: Andere Angebote sind befristet und rechnen sich nur zum Start.

  • FYRST: Gründerkonto: im ersten Jahr 0 €, danach 10 € im Monat.
  • ING: Sechs Monate ohne Grundpreis und ohne Transaktionsentgelte, für Gründer zwölf Monate.
  • Commerzbank: Im Entdeckerangebot zwölf Monate ohne Grundpreis, danach 15,90 € im Monat.

Rechnen Sie bei befristeten Angeboten mit dem Preis danach. Sie können es sich auch einfach machen: Schreiben Sie in Ihren Kalender, wann die Aktion endet, und setzen Sie dort einen Termin zum Neu-Vergleich. Preise ändern sich außerdem, wie dieser Artikel selbst am Stand-Datum festhält. Ein Tarif, der heute gratis ist, kann in einem Jahr kosten, und umgekehrt.

Hand blättert in einem Stapel geheftter Papiere neben einem Kugelschreiber
Das Preis- und Leistungsverzeichnis verrät mehr als die Werbeseite.

Welche Bank hat keine Kontoführungsgebühren?

Nach den gelesenen Seiten gibt es mehrere Einstiegstarife mit Grundpreis null: Qonto Starter, Finom Solo, Kontist Free, Holvi Flex, N26 Business Standard, FYRST BASE (bei juristischen Personen laut Seite zunächst sechs Monate gratis) und der ING Tarif S. Dazu kommen befristete Angebote bei Commerzbank, ING und FYRST. Mit Grundpreis arbeiten dagegen Revolut Business (Basic), die DKB, die Commerzbank (Klassik, nach der Aktion) und die Berliner Sparkasse (komfort). „Keine Kontoführungsgebühren“ ist also eine Aussage über den Grundpreis, nicht über das ganze Konto. Wer das Wort wörtlich nimmt und aus der Liste einfach den günstigsten Eintrag wählt, übersieht die Zeilen oben.

Und das Privatkonto, geht das nicht auch?

Viele Gründer fangen mit dem Privatkonto an. Ob das Ihre Bank zulässt, regeln die Kontobedingungen, und ob es sich für Sie rechnet, hängt davon ab, wie oft Sie Privates und Betriebliches mischen. Rechtlich gilt für Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleinunternehmer keine Pflicht zum Geschäftskonto, wie oben beschrieben. Eine Falle gibt es trotzdem: Das gesetzliche Basiskonto steht Verbrauchern zu, aber nach den Hinweisen der Verbraucherzentrale hat keinen Anspruch darauf, wer ein Konto überwiegend für gewerbliche Zwecke nutzt, auch nebenberuflich. Verbraucherzentrale: Fragen und Antworten zum Basiskonto · Stand: 05.10.2026 Wer also auf diesem Weg ein günstiges Konto sucht, kann sich nicht auf den Basiskonto-Anspruch berufen.

Die praktische Frage lautet deshalb weniger „Darf ich das?“ als „Wie lange halte ich das durch?“. Sobald Sie den Überblick über Betriebliches nur mit Mühe herstellen, kostet das mehr Zeit, als ein günstiger Tarif spart. Mit zwei Konten haben Sie dagegen einen klaren Schnitt: Alles, was auf dem Geschäftskonto steht, gehört zum Betrieb. Das ist bei einer späteren Rückfrage eine große Hilfe.

Braucht man für ein Nebengewerbe ein Geschäftskonto?

Pflicht ist es nicht, wie die oben zitierte Gründerplattform festhält. Für ein Nebengewerbe stellt sich dennoch dieselbe Abwägung. Wenn Sie nur wenige Zahlungen erhalten, hält ein kostenloser Einstiegstarif die Kosten klein. Wenn Sie viel Material einkaufen oder Dienstleistungen für mehrere Auftraggeber erbringen, wächst der Wert einer klaren Trennung. Mehr zu den Besonderheiten der Nebentätigkeit im Leitfaden Selbstständig machen.

Drei Profile, drei Rechnungen

Die Zahlen helfen mehr, wenn man sie an Menschen festmacht. Die folgenden drei Profile sind fiktiv und stark vereinfacht. Sie sollen zeigen, welche Kostenart bei wem überwiegt.

Die Leise. Beispiel (fiktiv): Ines schreibt Texte für zwei Auftraggeber. Im Monat gehen zwei Zahlungen ein, sie überweist dreimal Software und einmal die Steuervorauszahlung. Für Ines zählt fast nur der Grundpreis, denn sie bleibt in jedem Kontingent. Ein Tarif ohne Monatsgebühr und eine virtuelle Karte reichen. Der Aufwand besteht darin, den Wechsel zu vermeiden, bis wirklich mehr passiert.

Der Vielbucher. Beispiel (fiktiv): Sven betreibt einen kleinen Onlineshop mit Zahlungen von vielen Kunden und ebenso vielen Rückerstattungen. Er hat leicht fünfzig bis hundert Buchungen im Monat. Für Sven ist der Preis je Vorgang die wichtigste Zahl, und er sollte prüfen, ob ein Tarif mit höherem Grundpreis, aber großem Kontingent günstiger kommt. Außerdem sollte er klären, wie Zahlungsdienstleister und Kontoanbindung zusammenspielen, bevor er sich bindet.

Der Bargeldmensch. Beispiel (fiktiv): Fatma verkauft auf dem Wochenmarkt und nimmt den Großteil bar ein. Ihre Buchungen sind wenige, aber sie braucht eine Einzahlmöglichkeit. Für sie ist die Zeile „Bargeld“ entscheidend, und Filialnetz oder Partnerstellen können wichtiger sein als jeder App-Komfort. Wenn sie Filiale und Online-Konto kombiniert, spart sie womöglich mehr als mit dem billigsten Einzelangebot.

Erkennen Sie sich in einem Profil wieder? Dann wissen Sie, wohin Ihr Blick zuerst gehen sollte. Erkennen Sie sich in keinem, nutzen Sie die drei Fragen weiter unten.

Wie Sie eine Preisseite lesen: fünf Zeilen, die Sie suchen

Preisseiten sind für den schnellen Blick gebaut. Zwischen Überschrift und Kleingedrucktem liegt oft ein halber Bildschirm, und gerade die Details entscheiden. Suchen Sie gezielt nach diesen fünf Stellen:

  • Die Fußnote zum Preis: Hier steht, ob netto oder brutto gerechnet wird und ob der angezeigte Preis nur bei jährlicher Zahlung gilt. Qonto etwa nennt Preise mit jährlicher Zahlung.
  • Das Kontingent: Gezählt werden mal Überweisungen, mal Lastschriften, mal alle Buchungen. Prüfen Sie, welche Vorgänge in Ihrem Alltag zählen.
  • Die Kartenzeile: Virtuell oder physisch, einmalige Kosten oder laufende.
  • Die Bargeldzeile: Abheben, einzahlen, Fremdautomaten.
  • Der Hinweis auf Aktionen: „Gratis für sechs Monate“ ist ein Zeitraum, kein Preis.

Machen Sie von jeder dieser fünf Stellen einen Screenshot oder eine Notiz mit Datum. Anbieter ändern Seiten, und wenn Sie später nachweisen wollen, was am Tag Ihrer Entscheidung galt, haben Sie einen Beleg. Vor Gericht wird das kaum jemand brauchen. Im Alltag hilft es, wenn der Support fragt, auf welcher Grundlage Sie den Tarif gewählt haben.

Was ein späterer Wechsel wirklich kostet

Ein Konto, das heute kostenlos ist, kann in zwei Jahren unpassend sein. Die Frage ist dann nicht nur, was der neue Tarif kostet, sondern was der Umzug verlangt: Auftraggeber informieren, Lastschriften umstellen, Verträge anpassen, alte Zugänge beenden. Das kostet Zeit, und Zeit ist für Selbstständige keine freie Größe. Planen Sie deshalb einen Puffer im Kopf ein: Ein Tarif, der für Sie auch bei etwas höherem Volumen noch in Ordnung ist, ist langfristig oft günstiger als der absolute Tiefstpreis von heute.

Bei Anbietern mit mehreren Tarifen, etwa Qonto, Kontist, Holvi oder Finom, liegt der Aufstieg in den nächsten Tarif nahe. Ob er ohne neue Kontodaten gelingt und ab wann der neue Preis gilt, steht nicht auf der Preisübersicht, sondern in den Vertragsbedingungen. Fragen Sie vorab nach dem Weg und nach eventuellen Fristen. Wo eine Kündigungsfrist besteht, nennen die Bedingungen sie. Tragen Sie sich das Datum in den Kalender ein, und halten Sie die Frist ein.

So entscheiden Sie in drei Fragen

Bevor Sie vergleichen, brauchen Sie drei Zahlen aus Ihrem eigenen Alltag. Zunächst: Wie viele Überweisungen und Lastschriften laufen in einem normalen Monat? Dann: Brauchen Sie eine physische Karte, und wenn ja, wofür? Zuletzt: Fließen Bareinnahmen auf das Konto, und wie oft? Aus diesen drei Antworten ergibt sich fast immer ein Kandidatenpaar. Eine Gegenprobe vor dem Abschluss: Wie hoch wären die Kosten bei doppeltem Volumen? Wenn der Tarif auch dann in Ordnung ist, haben Sie Reserve.

Wenn die Zahlen nicht ganz klar sind, hilft das Arbeitsblatt im Geschäftskonto-Wegweiser. Er filtert nach belegten Eigenschaften und lässt das Unbekannte sichtbar. Und wenn Sie vor allem wissen wollen, ob Ihre Selbstständigkeit unter die Kleinunternehmerregelung fällt, führt Sie der Kleinunternehmer-Check durch die Grenzen von 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. § 19 Abs. 1 UStG · Stand: 04.10.2026

Das sollten Sie prüfen

  • Ob die genannten Preise netto oder brutto gelten, wenn die Seite es nicht sagt.
  • Wie viele Vorgänge im Tarif frei sind und was jeder weitere kostet.
  • Ob Sie für Ihren Alltag eine physische Karte brauchen und was sie kostet.
  • Wann ein befristetes Angebot endet und was danach gilt.

Hinweis zur Transparenz: Mit Qonto, Finom, Kontist und Holvi bauen wir Partnerprogramme auf. Links zu diesen Anbietern kennzeichnen wir als Werbung, sobald sie aktiv sind. Die übrigen Banken in diesem Artikel nennen wir ohne Partnerlink. Mehr dazu auf der Seite Transparenz.

Zurück zum Überblick: Geschäftskonto: Kosten, Anbieter und Eröffnung. Wenn Sie den Antrag vorbereiten, hilft der Artikel Geschäftskonto eröffnen.

Häufige Fragen

Welche Bank hat keine Kontoführungsgebühren 2026?
Nach den am Stand-Datum gelesenen Seiten haben Qonto Starter, Finom Solo, Kontist Free, Holvi Flex, N26 Business Standard, FYRST BASE und der ING Tarif S einen Grundpreis von null. Das gilt nur für die feste Gebühr: Vorgänge, Karten und Bargeld können extra kosten. Holvi: offizielle Konditionen · Stand: 04.10.2026
Kann ein Kleinunternehmer ein normales Girokonto nutzen?
Ein gesetzliches Verbot gibt es nach unseren Quellen nicht: Für Kleinunternehmer ist ein Geschäftskonto nicht vorgeschrieben. Ob Ihre Bank die gewerbliche Nutzung eines Privatkontos zulässt, steht in den Kontobedingungen. Ein Basiskonto steht nur Verbrauchern zu, nicht bei überwiegend gewerblicher Nutzung.
Braucht man für ein Nebengewerbe ein Geschäftskonto?
Nein, vorgeschrieben ist es für Einzelunternehmer, Freiberufler und Kleinunternehmer nicht. Die Gründerplattform empfiehlt es dennoch dringend. Gründerplattform: Geschäftskonto eröffnen · Stand: 05.10.2026 Für ein Nebengewerbe reicht oft ein Einstiegstarif ohne Grundpreis.
Welche Bank ist am besten für ein Geschäftskonto?
Eine allgemeine Antwort wäre nicht redlich. Entscheidend sind Rechtsform, Zahlungsvolumen, Karten- und Bargeldbedarf. Im Geschäftskonto-Wegweiser filtern Sie nach belegten Eigenschaften, unbekannte Angaben bleiben sichtbar.
Welches kostenlose Konto ist für ein Kleingewerbe geeignet?
Ein Kleingewerbe ist rechtlich ein normales Gewerbe. Einstiegstarife ohne Grundpreis eignen sich, wenn nur wenige Vorgänge anfallen. Rechnen Sie Ihr übliches Monatsvolumen durch, wie in der Beispielrechnung oben, und beachten Sie Karten- und Bargeldkosten.

Quellen und Stand

Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Einzelfragen: Steuerberater oder zuständige Behörde.