STRECKENPLAN · ENTSCHEIDEN
GmbH gründen: Ablauf, Kosten und Alternativen
Von den Beteiligten über den Notar bis zum Register: Die GmbH verlangt mehr als ein Formular und einen Kapitalbetrag.

Auf einen Blick
- Mindeststammkapital: 25.000 €. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026
- Vor der Eintragung ist eine gesetzliche Mindestleistung vorgesehen. § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026
- Notarkosten sind konstellationsabhängig, Beispiele keine Pauschalen.
- Gewerbeamt und ELSTER bleiben gesonderte Stationen.
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Kurz gesagt
Eine GmbH entsteht nicht durch eine einfache Gewerbeanzeige. Der Weg umfasst die Gestaltung der Gesellschaft, einen notariellen Gesellschaftsvertrag, die Kapitalaufbringung und die Anmeldung zum Handelsregister. Das gesetzliche Mindeststammkapital beträgt 25.000 €. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Für die Eintragung muss nach der gelesenen Regel ein Teil davon geleistet sein. § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Kostenbeispiele sind keine Pauschalpreise; fragen Sie Notar und Registerstelle nach dem konkreten Fall.
Wer „GmbH gründen“ sucht, findet schnell einen einzelnen Betrag und eine kurze Schrittfolge. Beides hilft nur begrenzt. Die Rechtsform betrifft die Zusammenarbeit der Beteiligten, die Vertretung des Unternehmens, die Vorbereitung der Kapitalleistung und spätere Entscheidungen. Eine gute Gründung beginnt daher mit dem Zweck der Gesellschaft und mit klaren Absprachen. Das Formular am Ende ist wichtig, aber es ersetzt die Gestaltung davor nicht.
Dieser Streckenplan verwendet die gelesenen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie Beispiele der Bundesnotarkammer und Hinweise der IHK. Er nennt ausdrücklich, wo ein Preis nur ein Beispiel ist. Er liefert keinen Vertragsentwurf und keine individuelle Gestaltungsempfehlung. Wenn mehrere Personen beteiligt sind oder besondere Vereinbarungen gewünscht werden, sollten Sie die Fragen vor dem Notartermin sammeln und dort oder mit rechtskundiger Begleitung klären.
Was ist eine GmbH und wann passt sie zum Vorhaben?
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener rechtlicher Struktur. Sie kann passend sein, wenn ein Vorhaben dauerhaft gemeinsam organisiert werden soll und die Beteiligten klare Regeln für Kapital, Geschäftsführung und Entscheidungen benötigen. Ob sie gegenüber einem Einzelunternehmen oder einer GbR die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal aus der Zahl der Gründerinnen und Gründer ableiten. Ihre Tätigkeit, Risiken, Zusammenarbeit und Verwaltung gehören in die Abwägung.
Ein häufiges Missverständnis betrifft die Haftung. Der Name der Rechtsform beantwortet nicht jede praktische Frage zu persönlichen Pflichten, Verhalten oder übernommenen Verpflichtungen. Dieser Leitfaden verspricht keine vollständige persönliche Abschirmung. Besprechen Sie konkrete Risiken mit einer fachlich befugten Person, insbesondere wenn bereits Verträge, Verpflichtungen oder mehrere Beteiligte im Spiel sind. Eine Rechtsform sollte nicht als Werbeversprechen verstanden werden.
Vergleichen Sie zuerst den organisatorischen Aufwand. Wer allein eine einfache Tätigkeit aufnimmt, hat andere Ausgangspunkte als ein Team, das Kapital einbringt und Entscheidungen langfristig teilt. Der gelesene IHK-Überblick nennt für das Einzelunternehmen kein gesetzliches Mindestkapital. IHK Hannover: Rechtsformen im Überblick · Stand: 04.10.2026 Die GmbH folgt dagegen den Regeln zum Stammkapital und zur notariellen Gründung. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Der Unterschied ist mehr als eine Zahl: Er bestimmt, welche Schritte vor dem eigentlichen Geschäftsbetrieb vorbereitet werden müssen.
Wie viel Stammkapital braucht eine GmbH?
Das GmbH-Gesetz nennt ein Mindeststammkapital von 25.000 €. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Vor der Anmeldung zur Eintragung müssen die im Gesetz vorgesehenen Einzahlungen erfolgt sein. In der gelesenen Vorschrift wird mindestens ein Viertel je Geschäftsanteil und insgesamt mindestens 12.500 € genannt. § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Diese Angaben sind Rechtswerte, keine Gebühr an den Notar und kein Tarif eines Geschäftskontos.
Planen Sie die Kapitalaufbringung nicht mit einer unklaren Formulierung wie „das Geld liegt bereit“. Klären Sie mit dem Notar, wie die Leistung im konkreten Ablauf nachzuweisen ist und wann welche Person handelt. Die gelesenen Rechtsnormen erklären die Mindestanforderung, aber sie ersetzen keine Prüfung der einzelnen Gründung. Ein Kontoanbieter muss außerdem zur Gesellschaft und ihrem Status passen. Eine allgemeine Kontowerbung für Selbstständige bestätigt noch nicht die Annahme einer GmbH vor Eintragung.
Das Stammkapital ist nicht mit dem gesamten finanziellen Bedarf für den Start gleichzusetzen. Daneben stehen Notar- und Registerkosten sowie Ausgaben des tatsächlichen Geschäftsbetriebs. Erstellen Sie deshalb getrennte Zeilen für Kapitalleistung, externe Gebühren und laufende Arbeitsmittel. Diese Trennung verhindert, dass ein Beispielpreis für die Beurkundung fälschlich als vollständiger „GmbH-Preis“ gelesen wird.
Wie läuft die Gründung beim Notar ab?
Der Gesellschaftsvertrag braucht nach dem gelesenen GmbH-Gesetz eine notarielle Form. § 2 Abs. 1 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Bereiten Sie vor dem Termin die grundlegenden Fragen vor: Wer beteiligt sich, wer soll die Gesellschaft vertreten, was soll sie tun und wie sollen Entscheidungen getroffen werden? Die Einzelheiten des Vertrags gehören in die rechtliche Gestaltung. Ein allgemeiner Webtext kann keine Formulierung empfehlen, die zu jeder Gruppe passt.
Die Möglichkeit einer Online-Beurkundung besteht nach den gelesenen Hinweisen. IHK Region Stuttgart: GmbH/UG gründen · Stand: 04.10.2026 Das bedeutet nicht, dass eine Gründung ohne Notar möglich wäre. Der digitale Zugang verändert die Form des Termins, nicht die inhaltliche Prüfung der Gesellschaft. Klären Sie früh, ob Ihr konkreter Fall für das angebotene Verfahren geeignet ist und welche technische Vorbereitung verlangt wird. Die aktuelle Auskunft des Notars ist dafür maßgeblich.
Für einfache Konstellationen kann ein Musterprotokoll in Betracht kommen. Die gelesenen Quellen beschreiben dafür Voraussetzungen. § 2 Abs. 1a GmbHG · Stand: 04.10.2026 Wählen Sie es nicht allein, weil ein Kostenbeispiel niedrig aussieht. Sobald individuelle Regeln für Zusammenarbeit oder spätere Änderungen wichtig sind, kann eine gesonderte Vertragsgestaltung sinnvoll sein. Fragen Sie, welche Folgen die gewählte Gestaltung für Ihre Beteiligten hat. Gerade bei mehreren Personen ist diese Zeit vor dem Termin gut investiert.
Was kostet eine GmbH-Gründung?
Die Bundesnotarkammer zeigt Kostenbeispiele, keine pauschale Preisliste für jede GmbH. In den gelesenen Beispielen reicht ein einfacher UG-Fall mit Musterprotokoll von ungefähr 105 € bis zu einem GmbH-Beispiel mit mehreren Beteiligten von ungefähr 630 € für bestimmte notarielle Gebühren. Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026 Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026 Auslagen und Umsatzsteuer können hinzukommen. Der tatsächliche Betrag hängt von Ihrem Fall ab.
Für die Eintragung einer GmbH oder UG nennt das Gebührenverzeichnis der Handelsregistergebührenverordnung eine Gerichtsgebühr von 225 € (Nr. 2100, seit dem 01.06.2025). HRegGebV, Gebührenverzeichnis Nr. 2100 (seit 01.06.2025, BGBl. 2025 I Nr. 127); die frühere Angabe von 150 € (IHK, Stand 11/2024) ist überholt · Stand: 05.10.2026 Dazu kommt nach Nr. 6000 ein Drittel dieser Gebühr für die Bereitstellung zum Abruf, also 75 €. Ältere Seiten nennen noch 150 €: Das ist der Stand vor der Erhöhung. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Gründung. Die Summe aus einem Notarbeispiel und dieser Gebühr ist noch immer keine vollständige individuelle Kalkulation. Andere Gestaltung, weitere Urkunden oder zusätzliche Vorgänge können die Kosten verändern. Bitten Sie den Notar um eine Einordnung für Ihre geplante Konstellation.
Verwenden Sie Preisbeispiele als Fragehilfe: Welche Gesellschaftsform, wie viele Beteiligte, welches Vertragsmodell und welche weiteren Leistungen sind im Beispiel enthalten? Erst wenn diese Merkmale zu Ihrem Vorhaben passen, hat ein Vergleich Aussagekraft. Misstrauen Sie einer Tabelle, die eine einzige „GmbH gründen ab“-Zahl zeigt, ohne ihren Umfang zu erklären. Die Entscheidung für die Rechtsform sollte nicht an einer isolierten Beispielgebühr hängen.

Welche Schritte liegen zwischen Vertrag und Handelsregister?
Die Satzung und die Beteiligten werden beim Notar vorbereitet. Danach folgt die gesetzlich vorgesehene Kapitalleistung und die Anmeldung zur Eintragung. § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Ein genauer Zeitplan kann sich aus den gelesenen allgemeinen Quellen nicht für jeden Fall ableiten. Fragen Sie den Notar, welche Unterlagen und Bestätigungen im konkreten Vorgang fehlen und wann die nächste Handlung sinnvoll ist. Halten Sie Rückfragen so fest, dass alle Beteiligten denselben Stand kennen.
Das Geschäftskonto ist in dieser Phase praktisch wichtig, aber die Anbieter unterscheiden sich darin, welche Rechtsformen und Gründungsstände sie auf ihren gelesenen Seiten ausdrücklich ansprechen. Unser Geschäftskonto-Wegweiser zeigt nur bestätigte Angaben als Treffer. Bei offenen Eigenschaften steht „unbekannt“. Fragen Sie vor einer Kontoeröffnung konkret nach dem Verfahren für eine GmbH in Gründung und danach, welche Nachweise für die Kapitalzahlung akzeptiert werden.
Nach der Eintragung können weitere Aufgaben folgen, die mit dem tatsächlichen Geschäftsbetrieb zusammenhängen. Wenn die Gesellschaft ein stehendes Gewerbe betreibt, ist die Anzeige bei der zuständigen Behörde nach der GewO zu prüfen. § 14 Abs. 1 GewO · Stand: 04.10.2026 Die steuerliche Erfassung über ELSTER ist ebenfalls ein eigener Schritt. ELSTER: Unternehmensgründung · Stand: 04.10.2026 Behandeln Sie diese Aufgaben nicht als automatisch erledigt, nur weil der Notartermin stattgefunden hat.
UG oder GmbH: Worin liegt der praktische Unterschied?
Die UG (haftungsbeschränkt) gehört zum Regelungsbereich des GmbH-Gesetzes, hat aber andere Vorgaben zum Stammkapital. Das gelesene Gesetz erlaubt einen Start ab 1 €; die GmbH verlangt das höhere gesetzliche Mindeststammkapital von 25.000 €. § 5a GmbHG · Stand: 04.10.2026 § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Die niedrigere Einstiegsschwelle ist kein Beweis, dass der tatsächliche Betrieb mit einem sehr kleinen Betrag auskommt.
Für die UG verlangt das Gesetz, dass das Stammkapital vor der Anmeldung vollständig in Geld geleistet wird; Sacheinlagen sind nach der gelesenen Vorschrift ausgeschlossen. Außerdem ist eine gesetzliche Rücklage aus einem Teil des Jahresüberschusses vorgesehen. § 5a GmbHG · Stand: 04.10.2026 Diese Regeln sind bei der Planung zu beachten. Wer vor allem eine einfache gemeinsame Zusammenarbeit sucht, sollte auch prüfen, ob eine Personengesellschaft zum Vorhaben passt. Die GbR hat nach dem IHK-Überblick kein gesetzliches Mindestkapital, aber andere Fragen zu Verantwortung und Organisation. IHK Hannover: Rechtsformen im Überblick · Stand: 04.10.2026
Stellen Sie sich nicht nur die Frage, welche Form heute am billigsten wirkt. Überlegen Sie, wie die Beteiligten zusammenarbeiten, welche Unterlagen später benötigt werden und ob das Vorhaben tatsächlich Kapital für den Betrieb braucht. Eine niedrigere gesetzliche Kapitalschwelle löst keine schwierige Abstimmung zwischen Gründenden. Ebenso macht eine höhere Schwelle ein noch ungeprüftes Geschäftsmodell nicht automatisch tragfähig.
Welche Rolle spielen Gewerbeamt, ELSTER und IHK?
Die Registereintragung ist nicht die ganze Verwaltungsstrecke. Für ein stehendes Gewerbe nennt die GewO die Anzeige bei der zuständigen Behörde zum Beginn. § 14 Abs. 1 GewO · Stand: 04.10.2026 Die lokale Gebühr hängt vom Ort und teilweise von der Rechtsform ab. Eine Berliner Angabe für juristische Personen kann nicht auf eine andere Stadt übertragen werden. Unser Gewerbe-Streckenplan zeigt nur die direkt gelesenen Stadtangaben und erklärt deren Grenzen.
Nach der gelesenen ELSTER-Information wird der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung elektronisch innerhalb eines Monats nach Tätigkeitsaufnahme übermittelt. ELSTER: Unternehmensgründung · Stand: 04.10.2026 Wer eine GmbH gründet, sollte den genauen Ablauf mit den beteiligten Stellen abstimmen, statt die allgemeine Frist ungeprüft auf jede Vorphase zu übertragen. Halten Sie fest, wer sich um Zugang, Eingaben und Rückfragen kümmert. Geteilte Verantwortung ohne klare Zuständigkeit führt leicht zu übersehenen Aufgaben.
Auch Kammerfragen und mögliche Beiträge gehören in den späteren Überblick. Einen einheitlichen örtlichen Grundbeitrag haben wir nicht belegt; er steht im Register auf „unbekannt“. Gesetzliche Ausnahmen und Befreiungen hängen an bestimmten Voraussetzungen. § 3 Abs. 3 IHKG · Stand: 04.10.2026 Fragen Sie die zuständige IHK nach dem konkreten Beitragsbescheid und den für Ihre Gesellschaft geltenden Regeln. Eine allgemeine Aussage über kleine Einzelunternehmen lässt sich nicht einfach auf eine GmbH übertragen.
Wie bereiten mehrere Gründer die Zusammenarbeit vor?
Schreiben Sie vor dem Notartermin auf, welche Erwartungen die Beteiligten an Arbeit, Entscheidungen und Kapital haben. Wer übernimmt die laufende Leitung, wer kann nach außen handeln, und wie werden Meinungsverschiedenheiten besprochen? Diese Fragen gehören in die rechtliche Gestaltung, auch wenn ein allgemeiner Leitfaden keine Vertragsklausel dafür liefern kann. Eine gute Vorbereitung besteht darin, Konfliktpunkte früh sichtbar zu machen.
Unterscheiden Sie die Rolle als Gesellschafter von der alltäglichen Arbeit für die Gesellschaft. Wer Geld einbringt, übernimmt nicht automatisch jede operative Aufgabe. Wer den Betrieb führt, sollte wissen, welche Entscheidungen allein und welche gemeinsam getroffen werden sollen. Lassen Sie die gewählte Struktur fachlich prüfen und dokumentieren. Eine spätere Korrektur kann aufwendiger sein als eine gründliche Besprechung vor der Gründung.
Planen Sie auch den Informationsfluss. Wer bewahrt die Unterlagen auf? Wer verfolgt Rückmeldungen vom Notar, vom Register und von Behörden? Wer kontrolliert die aktuellen Bedingungen des Geschäftskontos? Ein einfacher gemeinsamer Laufzettel mit klarer Zuständigkeit hilft. Er ist kein Ersatz für gesellschaftsrechtliche Regeln, verhindert aber, dass alle von einem Schritt ausgehen, den niemand tatsächlich erledigt hat.
Wann reicht ein Musterprotokoll für Ihre Pläne nicht aus?
Das Musterprotokoll ist für gesetzlich umrissene einfache Gründungen vorgesehen. Die gelesene Vorschrift beschreibt den möglichen einfachen Fall so: Musterprotokoll bei höchstens drei Gesellschaftern und einem Geschäftsführer möglich. § 2 Abs. 1a GmbHG · Stand: 04.10.2026 Ein solches Muster kann die Gründung vereinfachen, beantwortet aber nicht automatisch alle Fragen, die Beteiligte langfristig haben. Sobald Sie besondere Absprachen über Entscheidungen, Rollen oder Veränderungen wünschen, sollten Sie mit dem Notar besprechen, ob eine individuelle Satzung nötig ist.
Gehen Sie die Zusammenarbeit gedanklich durch, bevor Sie ein Modell auswählen. Was passiert, wenn eine Person viel operative Arbeit leistet und eine andere vor allem Kapital einbringt? Wie sollen neue Beteiligte aufgenommen werden? Wer entscheidet, wenn sich die Geschäftsidee verändert? Der allgemeine Satz „wir verstehen uns gut“ ist eine erfreuliche Ausgangslage, aber keine Regel für schwierige Situationen. Eine konkrete Liste solcher Fragen hilft dem Notar, die passende Gestaltung zu erläutern.
Ein Kostenbeispiel mit Musterprotokoll und ein Beispiel mit individueller Satzung sind deshalb nicht einfach zwei Preise für dasselbe Produkt. Sie beziehen sich auf unterschiedliche rechtliche Gestaltung. Die Bundesnotarkammer zeigt die Gebühren anhand bestimmter Konstellationen. Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026 Vergleichen Sie nicht nur die sichtbare Summe, sondern auch, welche Leistungen und Annahmen darunter liegen. Eine Ersparnis am Anfang kann wenig bedeuten, wenn die gewählte Struktur wichtige Erwartungen nicht abbildet.
Fragen Sie außerdem nach dem späteren Umgang mit Änderungen. Jede Gesellschaft entwickelt sich, und nicht jede künftige Frage lässt sich heute vorhersehen. Sie können aber schon jetzt benennen, welche Veränderungen plausibel sind: weitere Beteiligte, andere Aufgabenverteilung oder ein erweiterter Unternehmensgegenstand. Der Notar kann erklären, welche Gestaltung dafür sinnvoll ist und welche Punkte nicht in eine allgemeine Kurzvorlage gehören. Dieser Leitfaden liefert bewusst keine Vertragsklausel aus dem Baukasten.
Wie trennen Sie Kapital, Gebühren und laufende Mittel?
Der gesetzliche Kapitalbetrag, ein Beispiel für Notarkosten und eine Registergebühr sind drei verschiedene Dinge. Das Stammkapital gehört zur Gesellschaft und unterliegt den Regeln des GmbH-Gesetzes. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Notar und Register stellen für ihre jeweiligen Tätigkeiten Gebühren in Rechnung. Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026 HRegGebV, Gebührenverzeichnis Nr. 2100 (seit 01.06.2025, BGBl. 2025 I Nr. 127); die frühere Angabe von 150 € (IHK, Stand 11/2024) ist überholt · Stand: 05.10.2026 Für Ihren Geschäftsbetrieb benötigen Sie womöglich zusätzlich Arbeitsmittel und Zeit. Wer alles zu „Gründungskosten“ zusammenzieht, kann den verfügbaren Spielraum falsch einschätzen.
Erstellen Sie eine einfache Übersicht mit getrennten Rubriken. Tragen Sie nur bestätigte Beträge ein und markieren Sie offene Positionen. Für notarielle Leistungen kann ein Beispiel als Anhaltspunkt dienen, aber nicht als verbindliches Angebot. Fragen Sie für Ihre tatsächliche Konstellation nach. Für das Geschäftskonto verwenden Sie die aktuelle Tarifseite des gewählten Anbieters. Wenn Sie eine Gebühr für Ihr örtliches Gewerbeamt brauchen, nutzen Sie die offizielle Stadtseite. Übernehmen Sie keinen Betrag aus einer anderen Stadt.
Denken Sie dabei an den zeitlichen Ablauf. Wann muss eine Zahlung bereitstehen, wann wird eine Gebühr fällig und wann beginnt der laufende Betrieb? Ein Kapitalbetrag, der für die Eintragung nachgewiesen werden muss, ist etwas anderes als ein frei disponierbares Werbebudget. Die gelesene Vorschrift zur Einzahlung bei der Anmeldung setzt konkrete Mindestleistungen voraus. § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Wie Sie die Mittel danach im Unternehmen einsetzen dürfen, gehört in die fachliche Klärung mit Notar und steuerlicher Begleitung.
Eine saubere Trennung hilft auch im Gespräch mit den Mitgründenden. Wenn jemand „ich übernehme die Hälfte“ sagt, fragen Sie: die Hälfte wovon? Vom Stammkapital, von externen Gebühren oder von laufenden Ausgaben? Solche Begriffe sollten vor dem Notartermin geklärt werden. Der Vertrag und die tatsächlichen Zahlungen müssen zusammenpassen. Ein Tabellenblatt kann das Gespräch vorbereiten, aber eine rechtliche Vereinbarung nicht ersetzen.
Was tun Sie, wenn sich das Vorhaben während der Gründung ändert?
Zwischen erster Idee und Eintragung können neue Informationen entstehen. Vielleicht ändert sich die geplante Leistung, eine beteiligte Person zieht sich zurück oder der gewünschte Name passt nicht zum weiteren Vorgehen. Nehmen Sie solche Veränderungen ernst und sprechen Sie sie früh mit dem Notar an. Eine stillschweigende Abweichung zwischen besprochenem Vertrag und tatsächlichem Vorhaben kann später Rückfragen auslösen. Der Leitfaden kann nicht bestimmen, welche Änderung rechtlich erheblich ist, aber er kann zur klaren Dokumentation anregen.
Halten Sie fest, welche Fassung der Planung aktuell ist. Wer sind die Beteiligten, was ist der Gegenstand, wer übernimmt welche Aufgabe, und welche offenen Fragen liegen beim Notar? Eine gemeinsame kurze Liste verhindert, dass verschiedene Personen von unterschiedlichen Ständen ausgehen. Wenn die Änderung das spätere Gewerbe betrifft, prüfen Sie auch die Anzeige gegenüber der örtlichen Behörde. Die gelesene GewO nennt Änderungen des Gegenstands als Anzeigeanlass. § 14 Abs. 1 GewO · Stand: 04.10.2026
Ändert sich die Kapitalplanung, prüfen Sie die gesetzlichen Mindestwerte erneut und besprechen die konkrete Leistung mit dem Notar. § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026 § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026 Eine schnell angepasste eigene Tabelle ersetzt nicht die rechtlichen Anforderungen. Dasselbe gilt für ein Kontomodell, das nur für eine andere Rechtsform beschrieben ist. Fragen Sie den Anbieter ausdrücklich nach Ihrer aktuellen Situation, statt eine frühere Auskunft unbesehen weiterzuverwenden.
Verstehen Sie diese Rückfragen als Teil der Gründung und nicht als Störung. Ein Plan, der eine echte Veränderung aufnimmt, ist belastbarer als eine starre Abfolge, die nur auf dem Papier glatt aussieht. Wenn der nächste Schritt unklar wird, markieren Sie ihn offen und holen die passende Auskunft ein. So bleibt der Laufzettel ein Arbeitsmittel für Entscheidungen, nicht eine Sammlung vorschnell gesetzter Häkchen.
Welche Fragen sollten Sie vor dem Notartermin klären?
Das sollten Sie prüfen
- Ist die GmbH für Tätigkeit, Beteiligte und geplante Zusammenarbeit die passende Form?
- Wie wird das gesetzliche Stammkapital im konkreten Ablauf aufgebracht und nachgewiesen?
- Welche Vertragsgestaltung und welche Kosten passen wirklich zu Ihrer Konstellation?
- Wer verfolgt Handelsregister, Gewerbeanzeige, ELSTER und Kontoeröffnung?
Eine GmbH-Gründung wird übersichtlicher, wenn Sie Rechtswerte, Kostenbeispiele und individuelle Entscheidungen nicht vermischen. Das gesetzliche Kapital ist belegt. Der Notar kann den konkreten Vorgang gestalten und die voraussichtlichen Kosten erläutern. Die Stadt und ELSTER haben eigene Schritte. Das Konto muss zum Gründungsstatus passen. Wenn Sie diese Stationen getrennt halten, sehen Sie früh, welche Frage noch eine Antwort braucht und wer sie geben kann.
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Häufige Fragen
Fragenrecherche: 05.10.2026. Antworten anhand der unten genannten Quellen.
Wann ist es sinnvoll, eine GmbH zu gründen?
Wie viel kostet das Gründen einer GmbH?
Was sind Nachteile einer GmbH?
Wie schnell geht eine GmbH-Gründung?
Quellen und Stand
- § 5 GmbHG · Stand: 04.10.2026
- § 7 Abs. 2 GmbHG · Stand: 04.10.2026
- § 5a GmbHG · Stand: 04.10.2026
- Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026
- Bundesnotarkammer: Kostenbeispiele · Stand: 04.10.2026
- HRegGebV, Gebührenverzeichnis Nr. 2100 (seit 01.06.2025, BGBl. 2025 I Nr. 127); die frühere Angabe von 150 € (IHK, Stand 11/2024) ist überholt · Stand: 05.10.2026
- IHK Hannover: Rechtsformen im Überblick · Stand: 04.10.2026
- IHK Hannover: Rechtsformen im Überblick · Stand: 04.10.2026
- § 14 Abs. 1 GewO · Stand: 04.10.2026
- ELSTER: Unternehmensgründung · Stand: 04.10.2026
- § 3 Abs. 3 IHKG · Stand: 04.10.2026
- § 2 Abs. 1 GmbHG · Stand: 04.10.2026
- IHK Region Stuttgart: GmbH/UG gründen · Stand: 04.10.2026
- § 2 Abs. 1a GmbHG · Stand: 04.10.2026
- HRegGebV, Gebührenverzeichnis Nr. 6000: ein Drittel der Eintragungsgebühr (75 € bei 225 €, eigene Berechnung aus dem Verordnungstext) · Stand: 05.10.2026
Stand der Quellenprüfung: 04.10.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Einzelfragen: Steuerberater oder Finanzamt.